KRIMIS

Der Gmeiner-Verlag in Meßkirch ist seit mehr als einem Jahrzehnt die verlegerische Heimat von Kurt Geisler. Ganz neu erschienen ist im Juli 2020 der Krimi Endstation Ostsee (2020, 283 Seiten),

Endstation OstseeKommissar Hansen und Helge Stuhr ermitteln diesmal in einem besonderen Kieler Stadtteil auf dem Ostufer. In allen größeren Städten Deutschlands ist die Kluft zwischen Armut und Reichtum bisweilen weit verbreitet ist. Oft entwickeln sich dort kleinere Bezirke oder Stadtteile aus verschiedensten Gründen zu sozialen Brennpunkten.

In diesem Krimi auch der Ostufer-Stadtteil Kiel-Gaarden, in dem viele verschiedenen Kulturen und sozialen Schichten aufeinandertreffen und zusammenleben. Geisler hat sich bemüht, das weitgehend liebevoll zu bescheiben, zumal er dort aufgewachsen ist. Deswegen fungiert dieser Stadtteil auch als Schauplatz in Kurt Geislers neuestem Krimi »Endstation Ostsee«. Darin bittet Kommissar Hansen den Frührentner Stuhr, in Gaarden verdeckt zu ermitteln, weil dieser vor 30 Jahren aus der einstigen Heimat ausgebrochen ist und die Gegend nur zu gut kennt. Während seiner Recherche rutscht Stuhr aber immer tiefer in sein altes Viertel und wird nicht nur mit seiner Vergangenheit konfrontiert, sondern auch in einen Strudel aus illegalem Drogenhandel, tödlichen Geheimnissen und kaltblütigen Mördern.

Um unerkannt recherchieren zu können, passt er sich den üblichen Gepflogenheiten dieses speziellen Stadtteils an. Bei seinen verdeckten Ermittlungen lernt Helge das Viertel noch einmal völlig neu kennen. Schnell wird ihm klar, dass man weder vor sich noch vor der eigenen Vergangenheit fliehen kann.

'Kurts' davor im März 2020 Endstation Öresund (2020, 312 Seiten). Ansonsten liegen von Kurt Geisler die Kriminalromane Bädersterben (2010, 322 Seiten), Friesenschnee (2011, 366 Seiten) und Küstengold(2012, 309 Seiten) vor. Überall im deutschsprachigen Buchhandel und natürlich auch bei den einschlägig verdächtigen Versendern oder direkt beim Verlag erhältlich.

In der Anthologie Schöner Morden im Norden (2012, Pendragon-Verlag, 288 Seiten) ist übrigens Kurt Geislers Kurzgeschichte 'Leichte Beute' neben vielen anderen sehr gelungenen Erzählungen enthalten.